Die Untersuchung bewertet, wie KI-Plattformen mit personenbezogenen Daten umgehen. Incogni ordnet die Kriterien drei Bereichen zu: Trainingspraktiken, Transparenz sowie Datenerhebung und -weitergabe. Fragen zur Nutzung von Nutzergesprächen für das Modelltraining und zur Entfernung personenbezogener Daten aus Trainingsmaterial flossen mit einer Gewichtung von 2 in die Bewertung ein. Die mögliche Weitergabe von Prompts an aus Sicht der Untersuchung überflüssige Stellen erhielt die höchste Gewichtung von 3.
Le Chat erreichte den ersten Rang. Nach Incognis Bewertung sammelte die Plattform vergleichsweise wenige Daten und schnitt bei KI-spezifischen Datenschutzfragen gut ab. Bei der Transparenz sah Incogni allerdings Schwächen. ChatGPT belegte Platz zwei. Die Plattform punktete laut Incogni mit einer verständlichen Datenschutzerklärung und klaren Angaben dazu, ob Prompts zum Training verwendet werden. Bei der Bewertung von Training und dem Umgang mit Nutzerdaten im Angebot sahen die Forschenden zugleich offene Bedenken.
Grok von xAI kam auf Rang drei. Incogni führte dafür Probleme bei der Transparenz und beim Umfang der erhobenen Daten an. Claude von Anthropic schnitt ähnlich ab, warf laut Untersuchung aber mehr Fragen dazu auf, wie die Modelle mit Nutzerdaten interagieren. Am unteren Ende des Rankings standen Meta AI, Gemini und Copilot; Meta AI erhielt die schlechteste Bewertung. Auch DeepSeek wurde als besonders eingriffsintensiv eingestuft.
Bei Gemini, DeepSeek, Pi AI und Meta AI sah Incogni keine erkennbare Möglichkeit, der Nutzung von Prompts für das Modelltraining zu widersprechen. Bei den meisten untersuchten Plattformen könnten Nutzende dies nach der Auswertung abwählen, sofern sie nicht ausdrücklich Feedback einreichen. Incogni weist zudem darauf hin, dass alle untersuchten Dienste Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen sammeln, darunter möglicherweise personenbezogene Informationen. Das Ranking bildet die Einschätzung der Forschenden anhand ihrer 11 Kriterien ab.
